Stativ-Auswahlhilfe: Welches Stativ solltest du kaufen?

Das Angebot unserer Website umfasst Hunderte von Stativen. Diese unterscheiden sich insbesondere hinsichtlich ihres Materials, ihrer Tragkraft, ihrer Höhe und ihrer Bezeichnung. Hier findest du Dreibeinstative, Einbeinstative, Gorillapods, Tischstative und viele weitere Modelle. Welches Stativ ist für deine Zwecke die beste Wahl? Worauf musst du beim Kauf eines Stativs achten? Knifflige Fragen! Diese Auswahlhilfe soll dich bei deiner Wahl unterstützen, sodass deine Kamera stets stabil und sicher steht!

Stativ-Arten | Aluminium oder Karbon? | Empfohlene Ausrüstung | Verschiedene Stativköpfe | Stativ-Zubehör

Stativ-Arten

Stative gibt es in verschiedenen Formen und Größen, jedes mit einem eigenen Anwendungsbereich. Um dir die Auswahl zu erleichtern, haben wir eine praktische Übersicht erstellt, aus der sich die Vorteile und Anwendungsbereiche der einzelnen Stative ergeben. So kaufst du das Stativ, das am besten zu dir passt.

Tripod

Tripod
Ein Dreibeinstativ ist ein klassisches, dreibeiniges Stativ. Auch hier gibt es viele verschiedene Möglichkeiten, die sich für die jeweiligen fotografischen Anwendungsgebiete als nützlich erweisen. Wenn du dich hauptsächlich mit Makrofotografie beschäftigst, solltest du dich für ein Stativ entscheiden, mit dem du möglichst bodennah arbeiten kannst. Bei einem Dreibeinstativ mit umkehrbarer oder neigbarer Mittelsäule gelangst du mit deiner Kamera fast auf den Boden. Für all jene unter uns, die häufig unterwegs sind, spielt das Gewicht des Stativs eine große Rolle und auch die Länge, die es in eingeklappter Position aufweist. Je kompakter das Stativ gestaltet ist, desto einfacher lässt es sich überallhin mitnehmen.

Alle Stative
Monopod

Monopod
Ein Einbeinstativ ist ein Stativ mit nur einem Stativbein. Ein solches platzsparendes Stativ ist ideal, wenn du stabile Fotos und Videos aufnehmen möchtest und dabei hohen Wert auf Mobilität legst. Ein Einbeinstativ musst du nicht jedes Mal zusammenklappen, wenn du unterwegs bist. Dank seines kompakten Designs kannst du es mühelos überallhin mitnehmen. Das perfekte Zubehör, wenn du häufig Events und Action-Momente fotografierst. Selbst bei schwereren Kameras und Teleobjektiven bieten viele Einbeinstative noch ausreichend Stabilität, die Aufnahmen ohne Bewegungsunschärfe ermöglicht.

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Gorillapod

Gorillapod
Ein Gorillapod ist ein biegsames und kleines Stativ, das mit drei flexiblen Stativbeinen an verschiedenen Objekten befestigt werden kann. Sämtliche Kugelgelenke der Stativbeine sind mit Gummiringen überzogen. Ob Laternenpfahl, Zaun oder Baum - das Gorillapod lässt sich überall befestigen. Die größeren Modelle sind sogar in der Lage, das Gewicht der schwersten Spiegelreflexkameras zu tragen.

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Tafelstatief

Tischstativ
Ein Tischstativ ist ein kleines und leichtes Stativ, das sich auf einer festen Oberfläche positionieren lässt und somit eine zusätzliche Unterstützung bietet. Durch ihre kompakte Konstruktion können diese Stative in verschiedenen Situationen eingesetzt werden und bieten vor allem dann eine gute Lösung, wenn du nicht genügend Platz hast, um ein großes Dreibeinstativ zu transportieren. Perfekt für Action- und 360°-Cams und auch Kompaktkameras.

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Videostatief

Videostativ
Videostative sind im Allgemeinen stabiler und etwas strapazierfähiger als normale Stative. Professionelle Videokameras mit Zubehör und komplette Video-Rigs sind meist recht schwer. Daher ist es wichtig, dass das Stativ während einer Aufnahme ausreichend Stabilität bietet. Der Videokopf ist eine Komponente, die für den Aufbau eines Videostativs eine wichtige Rolle spielt. Dieser enthält mit Flüssigkeit gefüllte Kammern, die harmonische, gleichmäßige Schwenk- und Neigebewegungen ermöglichen.

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Aluminium oder Karbon?

Beim Betrachten unserer Stative ist dir sicher ein Aspekt aufgefallen. Einige sind aus Aluminium gefertigt und einige aus Karbon. Hierbei ist dir sicher auch aufgefallen, dass die Karbonstative etwas teurer sind. Was ist der Unterschied zwischen diesen beiden Materialien und wie sieht es mit dem Preis aus?

Aluminium
Ein aus Aluminium gefertigtes Stativ ist sehr robust und daher werden die meisten Stative aus diesem belastbaren, stabilen Material hergestellt. Aluminium ist zudem ein relativ leichtes Metall und daher sind Aluminium-Stative nicht übermäßig schwer, bieten aber dennoch ausreichend Stabilität. Dieses Material hat jedoch den Nachteil, dass es die Umgebungstemperatur annimmt. Daher können sich die Stativbeine im Winter sehr kalt anfühlen. Glücklicherweise gibt es für solche Fälle Isoliergriffe oder Beinwärmer, die Stativbeine und Hände schützen, wenn das Stativ bei kaltem Wetter benutzt wird.

Karbon
Ein Karbonstativ besteht aus mehreren Lagen Kohlenstofffasern. Diese bilden ein sehr langlebiges und robustes Material, das auch extrem leicht ist. Dadurch ist das Gewicht von Karbonstativen oft um ein Vielfaches geringer als das von Aluminium. Perfekt für unterwegs! Dies schlägt sich auch im Preis der Stative nieder, da das aus Kohlenstofffasern (Carbon Fibre) bestehende Material recht teuer ist.

Empfohlene Ausrüstung

Um dir die Entscheidung etwas zu erleichtern, haben wir nachfolgend eine Auswahl unserer bevorzugten Stative zusammengestellt. Sie sind nach Tragkraft unterteilt, sodass du schnell und einfach das passende Stativ für deine Ausrüstung aussuchen kannst.

Bis 1 kg:

Joby Gorillapod
Joby Gorillapod
  • Tragkraft: 325g
  • Flexibel
  • Gewicht: 52g
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Manfrotto Mini Tripod
Manfrotto Mini Dreibeinstativ
  • Tragkraft: 1000g
  • Max. Höhe: 13.5cm
  • Gewicht: 190g
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Sirui tafelstatief
Sirui tafelstatief
  • Tragkraft: 500g
  • Max. Breite: 8.5cm
  • Gewicht: 230g
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Bis 6 kg:

Rollei Compact traveler No.1
Rollei Compact traveler No.1
  • Tragkraft: 5kg
  • Gefaltet: 32cm
  • Gewicht: 1200g
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Benro Slim Travel Statief
Benro Slim Travel Statief
  • Tragkraft: 4kg
  • Max. Höhe: 130cm
  • Gewicht: 1200g
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Sirui T-025SK Carbon
Sirui T-025SK Carbon
  • Tragkraft: 5kg
  • Gefaltet: 30cm
  • Gewicht: 1005g
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Mehr als 15 kg:

Sirui RX-2214 Reporter
Sirui RX-2214 Reporter
  • Tragkraft: 18kg
  • Max. Höhe: 183cm
  • Gewicht: 1600g
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Gitzo Mountaineer
Gitzo Mountaineer
  • Tragkraft: 18kg
  • Karbon
  • Gewicht: 1740g
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Leofoto Ranger
Leofoto Ranger
  • Tragkraft: 15kg
  • Gefaltet: 20cm
  • Gewicht: 1500g
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Verschiedene Stativköpfe

Du hast dich für ein Stativ entschieden und nun musst du nur noch einen passenden Stativkopf finden. Du positionierst deine Kamera auf dem Stativkopf, der die Verbindung zwischen Kamera und Standbein darstellt. Dieser Kopf bestimmt, wie du deine Kamera bewegen kannst. Es gibt viele verschiedene Stativköpfe. Welchen du benötigst, hängt davon ab, wofür du ihn verwenden möchtest. Wir haben für dich eine praktische Übersicht mit den wichtigsten Stativköpfen erstellt.

Balhoofden
Kugelköpfe

Der am häufigsten verwendete Stativkopf ist ein Kugelkopf. Dieser befindet sich auf einem Kugelgelenk, sodass du ihn schnell und einfach in alle Richtungen einstellen kannst.

3-weg koppen
Dreiwegeneiger

Der Dreiwegeneiger lässt sich in 3 verschiedene Achsen einstellen. Auf diese Weise kannst du die gewünschte Richtung der Kamera sehr präzise bestimmen. Dies erfordert jedoch etwas mehr Zeit zum Einrichten.

Schommelkoppen
Schaukelköpfe

Ein Schaukelkopf ist ideal für lange (Tele-)Objektive. Den Schaukelkopf montierst du nicht auf dem Gehäuse, sondern auf dem Objektiv. Dieser Kopf kann zudem um 360 Grad gedreht werden.

Panoramakoppen
Panoramaköpfe

Für die Erstellung einer 360-Grad-Aufnahme ist ein Panoramakopf unverzichtbar. Dieser Stativkopf ermöglicht es dir, die Kamera in gleichmäßigen, fließenden Schritten zu bewegen.

Vloeistofkoppen
Fluid-Stativköpfe

Mit einem Fluid-Stativkopf verhinderst du ruckelnde und verwackelte Aufnahmen. Dies liegt daran, dass der Fluid-Stativkopf die Bewegungen leicht verlangsamt. 

Videokoppen
Video-Stativköpfe

Ein Video-Stativkopf hat eine höhere Tragkraft und einen längeren Bedienarm. Im Inneren dieser Köpfe befinden sich mit Flüssigkeit gefüllte Kammern, die es dir ermöglichen, ruckelfreie, gleichmäßige Aufnahmen zu erstellen.

Stativ-Zubehör

Zu den drei häufig verwendeten und oft unverzichtbaren Zubehörteilen für Stative zählen die Wasserwaage, die Beinwärmer und das Gegengewicht. Viele Stative sind bereits beim Kauf mit einer integrierten Wasserwaage versehen. Sollte dies nicht der Fall sein, kannst du eine solche Wasserwaage separat erwerben und diese auf deiner Kamera befestigen. Mit einer Wasserwaage bist du dir stets im Klaren darüber, ob deine Aufnahme gerade ist und nicht etwa durch einen schiefen Horizont beeinträchtigt wird. Dadurch sparst du viel Zeit in der Nachbearbeitung. Vor allem dann, wenn du beispielsweise Hunderte von Urlaubsfotos begradigen musst.

Auf die Beinwärmer wurde bereits bei den Erläuterungen zu den Aluminium-Stativen verwiesen. Auch hier sei erwähnt, dass viele Stative bereits beim Kauf standardmäßig mit diesen ausgerüstet sind. Falls du in der kalten Jahreszeit oft draußen unterwegs bist, werden die Standbeine deines Aluminium-Stativs meist sehr kalt. Wenn du dann wegen der besseren Griffigkeit keine Handschuhe trägst, kann das Greifen deines Stativs sehr unangenehm sein. In diesem Fall sind Beinwärmer eine geeignete Lösung. Dies sind meist weiche Schaumgummimanschetten, die ihre Temperatur nicht in Abhängigkeit von der Außentemperatur verändern, wie dies bei den Metallbeinen des Stativs der Fall ist.

Obwohl ein Stativ viel Stabilität bietet, kann sich diese in manchen Fällen als unzureichend erweisen. Dies kann beispielsweise dann der Fall sein, wenn starker Wind weht. Um die Stabilität des Stativs zu erhöhen und ein Umfallen deiner wertvollen Kamera zu verhindern, solltest du ein Gegengewicht verwenden. Viele Stative weisen an ihrer Unterseite einen kleinen Haken auf. An einem solchen Haken kannst du ein zusätzliches Gewicht befestigen, mit dem das Stativ stabiler wird. Das kann eine befüllte Tasche, ein Sandsack oder ein anderer Gegenstand mit einem geeigneten Gewicht sein. Achte auf die Tragkraft deines Stativs!